Forum III

REFERENT: Dr. Joachim Ulrich (Bundesinstitut für Berufsbildung)

Versorgungsfall oder Investitionsobjekt?  Verändern Demografie und Fachkräftemangel unsere Sichtweisen auf benachteiligte Jugendliche und deren „Ausbildungsreife“?

Kaum ein Land ist so stark von Überalterung und vom Schwund an jungen Menschen betroffen wie Deutschland. Damit steigt die relative Bedeutung jedes einzelnen Jugendlichen für die gesellschaftliche Zukunftssicherung. Die jungen Menschen werden dringend zur Linderung des drohenden Fachkräftemangels gebraucht. Man benötigt sie jedoch auch als Bildungsteilnehmer, die die Zukunft von Bildungsanbietern im Anschluss an die Sekundarstufe I sichern. Die Maxime des PISA-Siegers Finnland, „wir brauchen hier jeden, hoffnungslose Fälle können wir uns nicht erlauben“, wird gerade auch für Deutschland von zunehmender existenzieller Relevanz.

Damit eröffnen sich neue Sichtweisen auf benachteiligte Jugendliche, verbunden mit veränderten Perspektiven im Umgang mit typischen Problemfeldern wie z.B. mangelnde Ausbildungsreife. Darüber hinaus entstehen jedoch auch neue Konfliktfelder und Kooperationserfordernisse der verschiedenen Bildungsanbieter. Im Forum werden heute schon absehbare Veränderungen und mögliche Entwicklungsszenarien vorgestellt und diskutiert.

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