Kommentar zum Workshop 2 „Ausbildungsvorbereitungsbegleitung in der Praxis“

REFERENtinnen und Referenten: BIRGIT KRUSE, André Schümann (ESF-Projekt AvDual)

Ausbildungsvorbereitungsbegleitung in der Praxis

Hilfreiche Instrumente und Methoden der betrieblichen Begleitung, die einen Transfer zwischen den Lernorten Betrieb und Schule fördern.

Der Workshop „Ausbildungsvorbereitungsbegleitung in der Praxis“ richtete sich an Interessierte, die den Aspekt der Mentorenarbeit im betrieblichen Umfeld, für ihre bestehende oder zukünftige Arbeit, in den Fokus nehmen möchten. So setzte sich die Teilnehmerschaft  aus ca. 19 Vertreterinnen und Vertretern aus Schule, Schulberatung und Ausbildungsstätten zusammen. Im Mittelpunkt des Workshops stand die Aufgabe der Mentorinnen und Mentoren, für eine Verzahnung der Lernorte Schule und Betrieb zu sorgen. Anhand von Beispielen wurden erprobte Methoden zur Gestaltung von Reflexionsprozessen im Betrieb (betriebliche Begleitung) und in der Schule (Mentorenrunde) vorgestellt und durchgeführt. Im ersten Beispiel ging es um die genaue Beobachtung eines Schülers am Arbeitsplatz um Hypothesen aufstellen zu können. Anhand der Hypothesen entstehen durch Überprüfungen und Korrekturen, Reflexionsschleifen, die Analysen der Arbeitskompetenzen und Arbeitsplatzbedingungen erschaffen. Schwierig war hierbei die Unterscheidung von Beobachtung und Hypothese. Das Gespräch zeigte, dass es häufig schwer fällt, neutral zu beobachten. Ohne es uns bewusst zu machen interpretieren wir das Beobachtete und stellen damit schon unmerklich eine Hypothese auf. Zur Überprüfung einer Hypothese ist aber eine Beobachtung notwendig und keine andere Hypothese

Im zweiten Beispiel wurde anhand von Fragekarten eine Gesprächsrunde inszeniert. In der Runde ging es einerseits darum, wie Schüler  eigene betriebliche Erfahrungen reflektieren. Darüber hinaus sind die Schüler/ -innen aufgefordert, sich in die Lage der anderen zu versetzen und geben sich so automatisch ein Feedback „so sehe ich dich“.

Am Ende des Workshops gaben einige Teilnehmer an, perspektivisch ihre Sichtweise auf die Betriebe zu überdenken und ein aktives Beobachten verstärkt in der betrieblichen Begleitung einsetzen zu wollen. Einige Fragen z.B. zu den Arbeitsbedingungen von Mentoren an verschiedenen Schulen blieben offen.

Die Arbeitsatmosphäre im Workshop war angenehm und das Programm konnte in der eingeplanten Zeit durchgeführt werden.

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